„Gesucht wird…der unsichtbare Tod“

Fernsehdokumentation: ARD 1991
Buch und Regie: Wolfgang Landgraeber und Holger Vogt

 

 

„Wozu baut die Bundeswehr ein biologisches Forschungslabor für 32 Millionen?

Warum beteiligt sie sich an Milzbrandforschungen der US-Armee?

Forschung an biologischen Kampfstoffen ist nur zu defensiven Zwecken gestattet. Nach Ansicht von Experten verstößt das amerikanische Milzbrand-Forschungsprogramm gegen die UN-Charta zur Ächtung biologischer Waffen. Auf der Suche nach einer Antwort haben die WDR-Reporter Wolfgang Landgraeber und Holger Vogt Tausende Seiten öffentlicher und nichtöffentlicher Akten gesichtet, sind – als eines der ersten Fernsehteams – in Forschungslabors des Pentagon und der Hardthöhe gewesen.

Ihr bedrückendes Fazit: Nach dem atomaren und dem chemischen Krieg ist nun auch der biologische möglich.

Wie grausam biologische Waffen sein können, zeigen die WDR-Reporter am Beispiel des Amerikaners Buddy Dinterman. Als Mitarbeiter im 1964 noch offensiven Bioforschungsprogramm der US-Armee wurde er bei einem Unfall mit konzentriertem Eiter-Gift infiziert. Er verlor nach einander die Fähigkeit zu sprechen, zu gehen und zu sehen und liegt seit 6 Jahren als eine Art lebender Leichnam im Koma.

Moderne Gentechnik ermöglicht die Veränderung hochinfektiöser Krankheitserreger, macht sie gefährlicher und widerstandsfähiger. Wer über entsprechendes Know-How verfügt, kann einen biologischen Krieg entfesseln – trotz der Beteuerung, er forsche zu rein defensiven Zwecken.“

Erstes Deutsches Fernsehen/ARD/Programmwoche 3/1991